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Darmgesundheit und Nahrungsergänzungsmittel: Im Gespräch mit mybacs

Vor ein paar Wochen hat uns ein Paket von mybacs erreicht. Nahrungsergänzungsmittel sind ein Thema, bei dem man sich nicht genug informieren kann und bei dem wir lieber auch einmal zu viel nachfragen als zu wenig. Auch euch haben wir in einer Instagram-Story gefragt, ob ihr denn Fragen zu den Themen Darmgesundheit, Nahrungsergänzungsmittel im Allgemeinen und mybacs im Speziellen habt – und die hattet ihr! Coolerweise bietet mybacs die Möglichkeit an, sich (natürlich virtuell) mit einem Arzt zusammenzusetzen und alle Fragen zu stellen, die man auf dem Herzen hat. Also haben wir einen Videocall mit Dr. Adrian Weingart ausgemacht und ihm all eure und unsere Fragen gestellt. Die Antworten lest ihr weiter unten. Aber beginnen wir erstmal mit ein paar allgemeinen Infos zu mybacs:

mybacs ist ein junges Bio-Technologie-Unternehmen aus der Schweiz, das sich auf Nahrungsergänzungsmittel für die Darmgesundheit spezialisiert hat. Dabei hat es die Mission, die Kraft der Bakterien zu nutzen, um das Ungleichgewicht in unserem Mikrobiom auszugleichen und somit positiv Einfluss auf den gesamten Körper zu nehmen. Doch was ist eigentlich das Mikrobiom?

Das Mikrobiom ist die Summe aller Mikroorganismen auf und in unserem Körper und besteht aus vielen verschiedenen Mikrobiomen. So haben wir zum Beispiel ein Mikrobiom auf unserer Haut oder im Auge, aber das größte und wichtigste befindet sich in unserem Darm – und zwar im Dickdarm. Wenn wir Nahrung zu uns nehmen, dann wird diese im Magen und in der Speiseröhre chemisch und mechanisch zerkleinert, danach werden die Nährstoffe im Dünndarm absorbiert. Übrig bleiben Ballaststoffe, denn wir haben keine Enzyme, die diese verdauen können – doch hier kommt der Dickdarm ins Spiel. In unserem Dickdarm leben viele Mikroorganismen wie Viren, Pilze und Bakterien – sprich unser Mikrobiom –, da sie hier einen warmen und dunklen Ort haben, an dem sie sich wohl fühlen. Die Bakterien unseres Mikrobioms im Dickdarm kümmern sich dabei als Verdauungshelfer nicht nur um die Aufschlüsselung der unverdaulichen Nahrungsbestandteile – der Ballaststoffe –, das gesamte Mikrobiom hat außerdem einen unheimlichen Einfluss auf unsere Gesundheit weit über unsere Verdauung hinaus: Sowohl unsere Psyche als auch die Haut oder unser Immunsystem werden vom Darm beeinflusst. Umso wichtiger, dass unser Mikrobiom in Balance ist.

Was macht nun mybacs?

Bei den Dailybacs von mybacs handelt es sich um Synbiotika, also einer Kombination aus Probiotika und Präbiotika. Probiotika sind dabei die lebenden Bakterienkulturen, die alle unterschiedliche Funktionen im Mikrobiom haben und dieses unterstützen. Präbiotika sind hingegen die Ballaststoffe, praktisch das „Futter“ der Bakterien. Es hat sich in wissenschaftlichen Studien gezeigt, dass Bakterien mehr Power haben, wenn man sie gleich mit ihrem Futter in unseren Organismus schickt – daher werden bei mybacs Probiotika und Präbiotika zusammen in eine Kapsel gepackt. Insgesamt sind in einer Dailybacs Kapsel 11 Bakterienstämme enthalten, die alle in klinischen Studien einen positiven Effekt auf unseren Körper nachwiesen. Auch die Dosierung dieser Bakterien ist nicht beliebig, es handelt sich um genau die Dosierung, die auch in eben diesen Studien geprüft wurde. Neben den Pro- und Präbiotika sind außerdem Vitamine & Mineralstoffe enthalten.

Wenn man sich ein bisschen mit mybacs beschäftigt, wird schnell deutlich, welch große Rolle Wissenschaftlichkeit spielt. Tatsächlich ist die Wissenschaftlichkeit eine der drei Säulen von mybacs. Die anderen beiden sind zum einen die Transparenz, die durch das ausführliche und intensive wissenschaftliche Arbeiten ermöglicht wird, und zum anderen die Nachhaltigkeit. Die Kapseln werden nicht nur in Deutschland produziert, sondern kommen auch in einem absolut plastikfreien und recycelbaren Packaging daher. Hier muss sich wirklich nichts verstecken.

Nun aber genug der Vorstellung – hier kommen die Antworten auf eure spannendsten Fragen:

Wie kommt der Darm aus dem Gleichgewicht?

Das kommt durch unseren Alltag. Faktoren wie die Ernährung, Stress, schlechte Luft, Alkohol, Zigaretten etc. bringen unser Mikrobiom aus dem Gleichgewicht. Vor allem die Ernährung spielt aber eine besonders große Rolle. Da unsere Nahrungsmittel immer stärker verarbeitet werden, wird auch die Bakterienvielfalt kleiner. Eine schlechte Ernährung mit viel Zucker oder viel Fett füttert dazu die schlechten Bakterien und lässt ein Ungleichgewicht entstehen.  Probiotische Lebensmittel wie Kombucha, Kefir oder Kimchi können das Mikrobiom im Darm unterstützen, doch wer isst schon jeden Tag fermentierte Lebensmittel?

Wie kann eine Kapsel bei jedem wirken?

Berechtigte Frage, denn das Mikrobiom ist tatsächlich bei jedem Menschen unterschiedlich, da es während unserer ersten drei Lebensjahre geformt wird. Ziel ist es natürlich, die Dailybacs an jeden Menschen und damit auch an jedes Mikrobiom individuell anzupassen – doch so weit ist die Wissenschaft leider noch nicht. Man kann zwar Stuhltests machen, doch die Ergebnisse dieser Tests lassen (noch) nicht auf die Bakterienverteilung im Darm schließen, welche für ein individuelles Synbiotikum ausschlaggebend wäre.

Daher ist es momentan die beste Lösung, auf wissenschaftliche Studien zurückzugreifen und die Bakterienstämme zu nutzen, die in klinischen Studien bei einer großen Anzahl von Menschen positive Effekte hatten. So kann mybacs vielen helfen, aber selbstverständlich nicht allen.

Wie wird sichergestellt, dass der Darm auch die Bakterien aufnehmen kann?

Die Bakterienstämme werden nicht direkt aufgenommen, denn sie leben im Darm und an der Darmwand. So werden die Bakterien nicht selbst absorbiert, sondern die Stoffwechselprodukte daraus. Tatsächlich sind die Bakterien gerade wichtig dafür, dass andere Nährstoffe oder Mineralstoffe aufgenommen werden können. Es ist also nicht zu befürchten, dass man selbst nicht die Grundvoraussetzungen für einen Effekt von mybacs hat.

Es kann aber natürlich trotzdem sein, dass man durch die Einnahme von mybacs keinen Unterschied spürt – vielleicht weil das eigene Mikrobiom schon gut aufgestellt ist oder ein spezieller Mangel zu groß ist, als dass er durch mybacs aufgefüllt werden kann. Die Dailybacs sind für die tägliche Einnahme konzipiert und die Zusatzstoffe sind in einer Dosierung enthalten, die nur 15% der täglichen Einnahmeempfehlung ausmacht. Hat man also einen starken Mangel, sind die Dailybacs nicht dafür gedacht, diesen auszugleichen. Vielmehr sollen sie dabei helfen, erst gar nicht in einen solchen Mangel reinzurutschen.

Auf was muss ich achten, wenn ich mybacs nehmen möchte? Und darf jeder mybacs nehmen?

Achten muss man auf nicht viel, aber es wird empfohlen, die Dailybacs morgens auf noch nüchternen Magen zu nehmen. Außerdem sei gesagt, dass es gerade in den ersten Tagen der Einnahme zu einem aufgeblähten Gefühl, also zu einer Erstverschlechterung kommen kann. Das ist aber ganz normal, einfach weitermachen und der Darm gewöhnt sich schnell an die Probiotika.

Schwangere sowie immungeschwächte Menschen sollten die Einnahme von mybacs und Nahrungsergänzungsmitteln im Allgemeinen immer mit einem Arzt besprechen. Natürlich kann alles, was irgendwie eine Wirkung hat, auch Nebenwirkungen haben – obwohl diese bei Probiotika sehr gering sind. Sollte es zu Nebenwirkungen kommen, die Probiotika sofort absetzen und sich an einen Arzt wenden. Wer sich unsicher ist, ob mybacs etwas für einen ist oder Fragen zur Einnahme bei einer Unverträglichkeit (z.B. bei einer Fruktoseintoleranz) oder in Kombination mit einem bestimmten Medikament hat, kann sich jederzeit per Instagram oder Mail an mybacs wenden. Die Fragen werden immer an das Science-Team weitergeleitet und von einem Experten beantwortet.

Wie lange kann ich mybacs einnehmen und was passiert, wenn ich es absetze?

Im Mikrobiom gibt es zwei unterschiedliche Bakterienstämme: einmal die residenten, die niedergelassenen, Bakterienstämme und einmal die transienten Bakterienstämme, die durch den Körper reisen und dabei mit den Körperzellen interagieren. Probiotika gehören zu den transienten Bakterienstämmen und können dadurch auch dauerhaft eingenommen werden. Grundsätzlich kann man das ganz gut mit einer gesunden Ernährung vergleichen: auch diese hat den größten Effekt, wenn man sie recht konstant in den Alltag integriert und nicht nur an einem Abend die Woche Gemüse zu sich nimmt 😉

Wenn man die Dailybacs irgendwann wieder absetzt, werden keine Effekte schlagartig eingebüßt. Vielmehr können sich diese langsam wieder ausschleichen. Es ist auch möglich, dass man durch eine langfristige Einnahme von mybacs sein Mikrobiom festigt und sich dadurch nachhaltig besser fühlt.

Wieso wird bei den Dailybacs zwischen Männern und Frauen unterschieden?

Da sich Frauen- und Männerkörper aus biologischer Sicht voneinander unterscheiden und verschiedene Funktionen und Bedürfnisse haben, unterscheidet sich auch die probiotischen Bakterienstämme des Mikrobioms. Daher sind die Dailybacs an die unterschiedlichen Bedürfnisse der biologischen Körper angepasst.

Bei dem Präparat für Frauen sind so zum Beispiel Bakterienstämme enthalten, die für das vaginale Ökosystem wichtig sind. Außerdem sind Eisen und Folat enthalten, da besonders Frauen durch die Periode häufig an einem Eisenmangel leiden, während Folat zum Wachstum des mütterlichen Gewebes beiträgt. Die Bakterienstämme im Präparat für Männer unterstützen hingegen die Prostata- sowie die Cardio-Vaskuläre-Gesundheit. Dazu ist auch Selen enthalten, das nicht nur eine wichtige Rolle für das Immunsystem spielt, sondern auch für die Produktion von Spermien mit verantwortlich ist.

 

Spannend, oder? Wir fanden das Gespräch mit Dr. Adrian Weingart sehr aufschlussreich und so überzeugend, dass wir nun auch selbst die Dailybacs testen. Zu unseren persönlichen Erfahrungen werden wir euch hier demnächst auch ein erstes Update geben. Wenn ihr euch solange noch mehr ins Thema einlesen wollt, empfehlen wir euch einen Besuch auf der Website von mybacs. Falls ihr weitere oder spezielle Fragen habt, scheut euch nicht, dem mybacs Team eine Mail oder eine DM bei Instagram zu schreiben – jede Frage wird von einem Experten beantwortet. Und wenn ihr vielleicht selbst die Dailybacs mal testen wollt, dann findet ihr diese in unserem Set „Angenehm Anders“.

Website: mybacs.com
Instagram: @mybacs